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Vertrauens- und Kompetenzmanagement als System zur Balance zwischen Flexibilitäts- und Stabilitätsanforderungen (CCM2)

Projektlogo: Confidence Competence Management square

 

Projektdauer: 09/2009 – 04/2013
Projektleitung:  Prof. Dr. Uta Wilkens / Prof. Dr. Heiner Minssen & Christian Riese
Projektmitarbeiter: Nicole Sprafke & Christian Reiß / Caroline Richter & Sebastian Giacovelli
Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förderkennzeichen: 01FH09158
Förderschwerpunkt: Balance von Flexibilität und Stabilität in einer sich wandelnden Arbeitswelt

Gefördert von:

Logoleiste: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Europäischer Sozialfonds für Deutschland, Europäische Union, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Projektträger im DLR, Förderschwerpunkt: Balance von Flexibilität und Stabilität

 

Online-Portal zum betrieblichen Kompetenzmanagement:

Längst ist der Begriff "Kompetenz" in aller Munde. Ein betriebliches Kompetenzmanagement ergänzt die klassische Personal- und Organisationsentwicklung und eröffnet Unternehmen die Möglichkeit, gezielt die eigene Wandlungsfähigkeit zu stärken.

Ein ganzheitliches Kompetenzmanagement beginnt mit einer fundierten Identifikation erfolgkritischer Kompetenzen - seitens der Mitarbeiter, der Teams und der Organisation als Ganzes. Kennt man diese Kompetenzstruktur im Unternehmen, können Maßnahmen mit Hebelwirkung entwickelt werden. Wie das bewerkstelligt werden kann? Darüber informiert Sie das Online-Portal zum betrieblichen Kompetenzmanagement, das aus dem Projekt CCM² am Institut für Arbeitswissenschaft der Ruhr-Universität hervorgegangen ist.

Hintergrund:

Ausgangspunkt des Projekts CCM2 ist die Überlegung, dass ein ineinander greifendes Vertrauens- und Kompetenzmanagement in der Lage ist, eine Balance aus Flexibilitäts- und Stabilitätserfordernissen herzustellen und auf diese Weise die Innovationsfähigkeit zu fördern.

Anwendungsorientierte Zielsetzung:

Ein Ziel des anwendungsorientierten Forschungsprojekts besteht darin, Unternehmen eine schnelle und aussagefähige Diagnose ihrer Balancefähigkeit zu ermöglichen: Ist das Vertrauen der Mitarbeiter Voraussetzung für ihre Mitwirkung an betrieblichen Veränderungsprozessen? Welche Kompetenzen benötigen Mitarbeiter, um die Wandlungs- und Innovationsfähigkeit in KMUs zu sichern und Veränderungen aktiv mitzugestalten? Haben Maßnahmen der Kompetenzentwicklung besonderen Einfluss auf die Vertrauensbeziehung und erhöht Vertrauen in die Organisation die individuelle Bereitschaft zur Kompetenzentwicklung oder schwächt sie diese ab?

Hierzu werden in Zusammenarbeit mit Praxispartnern in verschiedenen Branchen personalpolitische Gestaltungsmöglichkeiten im Bereich des Vertrauens- und Kompetenzmanagements („Good Practices“)erprobt und evaluiert. Ziel des Forschungsprojekts ist die Entwicklung einer Toolbox mit praxistauglichen Instrumenten für eine ausbalancierte Personalpolitik. Unternehmen sollen damit das Zusammenspiel von Mitarbeiter-, Team- und Organisationskompetenzen sowie das Vertrauensniveau erfassen und zukunftsfähig gestalten können. Dies liefert eine Handhabe für unternehmensspezifische Fragestellungen, wie z.B. die Wandlungsfähigkeit bei hoher Betriebszugehörigkeit zu fördern oder Vertrauen auch in flexiblen Arbeitsvertragsarrangements sicherzustellen.

Zielsetzungen im Sinne der Grundlagenforschung:

Zudem geht es in dem Projekt darum, die Wirkungsmechanismen des Zusammenspiels von Vertrauens- und Kompetenzmanagements zu identifizieren und zu modellieren. Auch dies geschieht in Zusammenarbeit mit den Praxispartnern. Ein weiteres Ziel des Projekts besteht darin, Variablen zu bestimmen, mit Hilfe derer sich betriebliches Vertrauens- und Kompetenzmanagement ihm Rahmen standardisierter Befragungen (z.B. im Rahmen des IAB-Betriebspanels) erfassen lässt. Diese Operationalisierung bildet den Ausgangspunkt für eine Typisierung betrieblicher Kompetenz- und Vertrauensmanagementsysteme. Im Rahmen einer solchen Typisierung sollen Unterschiede in der betrieblichen Bewältigung von Veränderungsanforderungen abgebildet werden.

Vernetzung des Projekts:

Eingebettet ist das Projekt in ein nationales und internationales Konsortium. Auf nationaler Ebene ist das Projekt dem Forschungsschwerpunkt „Balance von Flexibilität und Stabilität in einer sich wandelnden Arbeitswelt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zugeordnet. Auf internationaler Ebene kooperiert die Forschergruppe mit dem Programm WORK-IN-NET welches sich zum Ziel gesetzt hat, die europäische Forschungslandschaft im Bereich Arbeitswissenschaft zunehmend zu vernetzen.

Weitere Informationen:

  • Presseinfo vom 14.01.2010
    Innovativ, flexibel und langfristig stabil
    Zentrale Stellgrößen: Vertrauens- und Kompetenzmanagement
    Neues Projekt: BMBF fördert RUB-Arbeitswissenschaft mit 1 Million Euro

    zur Pressemitteilung auf deutsch | auf englisch

Kooperationen des Lehrstuhls im Projekt CCM²:

Publikationen des Lehrstuhls

  • WILKENS, U., SPRAFKE, N., & GÜTTEL, W. (2015). The influence of managerial cognition and action on dynamic capabilities: Empirical evidence. Paper presented at the 31st EGOS Colloquium “Organizations and the Examined Life: Reason, Reflexivity and Responsibility”, 2.-4. July, Athens.
  • WILKENS, U., GÜTTEL, W. H., SPRAFKE, N., & Voigt, B.-F. (2015). The influence of managerial cognition and behavior on dynamic capabilities: Empirical evidence. Paper accepted for the 75th Annual Meeting of the Academy of Management, Presenter Symposium “Opening Dynamic Managerial Capabilities”, 7.-11. August, Vancouver.
  • SPRAFKE, N., WILKENS, U., FELDMANN, L. & SCHIFFER, B. (2014): Explicating micro-variables of dynamic capabilities – Do they come into effect as bundles of activities? Paper accepted for the 38th Workshop Kommission Organisation, 26.-28. Februar 2014, Friedrich-Schiller-Universität Jena.
  • SPRAFKE, N., WILKENS, U., SCHIFFER, B., & FELDMANN, L. (2013): Bundles of micro-variables for describing organizational dynamic capabilities – Commonalities and idiosyncrasies. Paper accepted at the 8th SKM Symposium jointly held with the 2nd Conference on Competence-based Strategic Management “Competence-based Management in Cross-border Settings: Organizational Learning, Strategy and Governance”, 17.-20. September 2013, Magdeburg.
  • SPRAFKE, N. (2013): Dynamic capabilities and job design: Applying employee empowerment to organizational renewal. Paper accepted at the 29th EGOS Colloquium „Bridging Continents, Cultures and Worldviews“, 04.-06. Juli 2013, Montréal.
  • GIACOVELLI, S., HENTRICH, J., HINZ, A., HOLST, H., KÖTTER, W., REIß, C., RICHTER, C., SCHILCHER, C., SPRAFKE, N., & WILL-ZOCHOLL, M. (2012): Flexibilisierungsstrategien für Produktionssysteme. In: A. C. Bullinger, L. Eichler, K. M. Möslein & R. Trinczek (Hrsg.) Flexibel, stabil, innovativ – Arbeit im 21. Jahrhundert – Beiträge zur Multikonferenz Arbeitsgestaltung 2012 (S. 53 – 65). Göttingen: Cuviller.
  • SPRAFKE, N., EXTERNBRINK, K. & WILKENS, U. (2012): Exploring Micro-Foundations of Dynamic Capabilities: Insights from a Case Study in the Engineering Sector. Research in Competence-Based Management, 6, pp. 117-152.
  • KRINS, C. & SPRAFKE, N. (2011): Kompetenzerfassung in Kleinunternehmen: Eine Fallstudie zur Interdependenz individueller und organisationaler Kompetenzen. In: E. Barthel, A. Hanft & J. Hasebrook (Hrsg.), Integriertes Kompetenzmanagement als Aufgabe der Organisations- und Personalentwicklung (S. 313–335). Münster: Waxmann.
  • GIACOVELLI, S., KRINS, C., RICHTER, C., SPRAFKE, N. (2010): CCM²: Vertrauens- und Kompetenzmanagement als System zur Balance zwischen Flexibilitäts- und Stabilitätsanforderungen. In: Möslein, K. M.; Trinczek, R.; Bullinger, A. C.; Danzinger, F.; Lücking, S. (Hrsg.): Balance Konferenzband – Flexibel, stabil und innovativ: Arbeit im 21. Jahrhundert. Göttingen: Cuvillier, S. 161–169.
  • GRÖSCHKE, D. & WILKENS, U. (2009): Ebenenübergreifende Kompetenzfeststellung: Diskussion eines Operationalisierungsvorschlags. In: D. Münk & E. Severing (Hrsg.): Theorie und Praxis der Kompetenzfeststellung im Betrieb – Status quo und Entwicklungsbedarf; Berichte zur beruflichen Bildung. Bielefeld: Bertelsmann (Schriftenreihe des Bundesinstituts für Berufsbildung, 7), Bd. 7, S. 123-138.

Vorträge

  • SPRAFKE, N. (2013): Dynamic Capabilities and job design: Applying employee empowerment to strategic renewal. DCR Academic Doctoral & Post-Doc Conference “Dynamic Capabilities: a Field of Research at the Crossrads”, 10./11.10.2013, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder).
  • SPRAFKE, N. (2013): Das Innovationspotenzial von Mitarbeitern entfalten – Empowernde Arbeitsgestaltung als Schlüssel? Vortag und Posterpräsentation auf dem Forschungssymposium der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, 23.01.2013, Bochum. (ausgezeichnet mit dem RUBEACON-Praxispreis)
  • SPRAFKE, N. (2012): Dealing with Organizational Dynamics – Empowering Employees as a Key?. Poster presented at the Rub Research Day 2012, 21.11.2012, Bochum.
  • SPRAFKE, N. (2012): Von der individuellen Kompetenz zur organisationalen Dynamik – Der Beitrag von Empowerment. Vortrag auf dem 12. Nachwuchs-Workshop des Projektträgers im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (PT-DLR), 14.06.2012, Universität Vechta.
  • SPRAFKE, N. (2012): Wettbewerbsfähigkeit durch empowerte Mitarbeiter? Vortrag auf dem 4. Bochum-Paderborner Doktoranden-Kolloquium, 24.09.2012, Universität Paderborn.
  • SPRAFKE, N. & REIß, C. (2012): Erfassung und zukunftsgerichtete Entwicklung von Kompetenzstrukturen in der betrieblichen Praxis. Vortrag im Rahmen des Workshops „Kompetenzbasierte Flexibilisierungsstrategien“, BALANCE Multikonferenz Arbeitsgestaltung 2012, 19.-21. März, Universität Nürnberg-Erlangen.
  • EXTERNBRINK, K. & SPRAFKE, N. (2011): Mikrofundierung dynamischer Fähigkeiten – Verhaltenswissenschaftliche Fundierung des strategischen Managements. Posterpräsentation auf dem RUBEACON-Forschungssymposium der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, 26. Oktober, Bochum.
  • SPRAFKE, N., EXTERNBRINK, K. & WILKENS, U. (2011): Microfoundations of Dynamic Capabilities – Exploring the Impact of Individual Capabilities and the Role of Empowerment as Additional Condition. Paper presented at the 7th SKM Symposium jointly with 9th International Conference on Competence-based Management, 28-30 September, Johannes Kepler University Linz.
  • KRINS, C. & SPRAFKE, N. (2011): Mit Kompetenzen die Zukunft gestalten – Wie Unternehmen ihre Wandlungsfähigkeit erhalten. Vortrag auf dem 2. Unternehmertreffen Schloss Eulenbroich, 03. Mai, Rösrath.
  • KRINS, C. & SPRAFKE, N. (2010): Kompetenzerfassung in Kleinunternehmen: Ein Mehrebenenansatz in der Praxis. Vortrag auf der Fachtagung „Integriertes Kompetenzmanagement als Aufgabe der Organisations- und Personalentwicklung“, 21./22. Oktober, Frankfurt School of Finance and Management, Frankfurt/Main.
  • WILKENS, U. (2010): Wandlungsfähige Produktionssysteme benötigen dynamische Fähigkeiten von Organisationen und Individuen. HAB-Tagung 08./09.Oktober, Hannover.
  • KRINS, C. & SPRAFKE, N. (2009): Vertrauens- und Kompetenzmanagement als System zur Balance von Flexibilität und Stabilität. Vortrag auf der 7. Jahrestagung des Arbeitskreises für Empirische Personal- und Organisationsforschung, 20./21. November, Bochum.
  • RIESE, C., SPRAFKE, N. & GRÖSCHKE, D. (2009): CCM² – Confidence Competence Management as a system for Balancing Flexibility and Stability Needs. Poster Presentation on Work-In-Net Joint Call 2009, 27-28 October, Stockholm.